Seit 1973 wirbt die Stadt mit seinem Slogan „In Linz beginnts“ – für uns jedoch endete unser vorletztes und ereignisreiches Schuljahr mit einem zweitätigen Ausflug in die oberösterreichische Landeshauptstadt, die sich vom 26. bis zum 27. Juni durchaus von ihrer besten Seite zeigte.

Ein einmaliges Erlebnis war jedenfalls die Besichtigung des Werks des stahlbasierten Technologie- und Industriegüterkonzerns Voestalpine. Das Team der Voestalpine Stahlwelt führte uns in die Welt der Hochofen und Stahlsorten ein.  Der größte Industriestandort Österreichs, der nebenbei gesagt einen Wasserbrauch von 60 Millionen Liter pro Stunde aufweist, ist auf jeden Fall eine Attraktion, die man sich als Linz-Tourist und HAK Schüler auf keinen Fall entgehen lassen darf.

Nach einem den persönlichen Vorlieben nach gestalteten Nachmittag (der Großteil der Klasse entschied sich gegen die Besteigung des Pöstlingberges und für einen angenehmen Stadtspaziergang) konnten wir uns bei einem gemeinsamen Abendessen als Klasse über das vergangene Jahr unterhalten und mit unserer Professorin Frau Dr. Sulan über den einen oder anderen Witz lachen.

Der Dienstag, leider schon der letzte Tag unser Reise, begann in aller Frühe mit der Anreise zum Ars Electronica Center, dem selbsternannten „Museum der Zukunft“, das schon seit 2009 über 1.5 Millionen Menschen besucht haben. Zahlreiche futuristische Themengebiete und verständlich aufbereitete, jugendgerechte wissenschaftliche Forschung zum Mitmachen ist ein Konzept, das auch uns überzeugt hat. Besonders beeindruckt hat uns „Deep Space 8K“, eine 3D-Vorführung mit extrem hochauflösenden Aufnahmen aus dem Weltraum.

Den Abschluss der Reise machte ein Ausflug zu einem Ort, der schon vor Jahren traurige Berühmtheit erlangte. Das seinerzeit größte Konzentrationslager in Österreich, welches heute als eine Gedenkstätte zugänglich ist, machte die Schrecken und Grausamkeiten des Nationalsozialismus nahbar und dem einen oder anderen Klassenkollegen stand bei der Begehung der Kellerräume und Verbrennungsöfen die Bestürzung ins Gesicht geschrieben; ist doch die Aufarbeitung dieses dunklen Zeitalters der Geschichte nirgendwo so lehrreich, wie am Ort des Geschehens selbst.

 Wir blicken also zurück auf eine gelungene Abschlussfahrt und können Linz jedem, der auf der Suche nach einer touristischen Sehenswürdigkeit, einem Kulturerlebnis oder einer Auszeit im urbanen Raum ist, empfehlen. Bedanken wollen wir uns neben unserer bereits erwähnten Frau Prof. Sulan auch bei Frau Prof. Leitner-Preschern, die uns gemeinsam diesen gelungenen Abschluss unseres gemeinsam durchlebten Schuljahres ermöglicht haben. Vielen Dank und bis zum nächsten Jahr!

Ein Bericht von Manuel Bauer 5ABIK