Am frühmorgendlichen 12. Februar 2014 prasselten dicke Regentropfen auf die Blechdächer jener Autos, deren Insassen müde in Richtung des Flughafens Wien-Schwechat fuhren. Nachdem sich 20 Schülerinnen und Schüler der 4ABIK und 4BBIK und unsere zwei Lehrinnen, Frau Prof. Sulan und Frau Prof. Szklarski, getroffen hatten, erledigten wir alle Dinge, die für einen Abflug notwendig sind. Als wir endlich ins Flugzeug eingelassen wurden, hatten wir nochmals eine halbe Stunde zu warten, weil unser Flieger noch enteist werden musste.

Eine Stunde später kamen wir am Flughafen Zürich an, wo ein Bus uns erwartete, der uns nach Straßburg transportierte. Nachdem unser Gepäck ausgeladen worden war, hatten wir eine Stunde Zeit, die Stadt zu besichtigen, bevor wir uns um Punkt 14 Uhr vor dem Dom versammelten, wo ein Fremdenführer uns die Geschichte von Straßburg, besonders der Kathedrale, erzählte.

Um zusätzliches Wissen über die Stadt und ihre bewegte Vergangenheit bereichert, hatten wir danach die Möglichkeit, die Geheimnisse derselben zu lüften. Am Abend suchten wir ein ansprechendes Restaurant aus und aßen mit den beiden Lehrerinnen.

Am nächsten Morgen erwachten wir in den Zimmern des etwas rudimentär eingerichteten Hotels und sahen vor der Rezeption versammelt in geschäftsmäßiger Kleidung einem arbeitsreichen Tag entgegen. Denn wir durften, am 13. Februar 2014, bei der Euroscola im Europäischen Parlament mitmachen. Dort versammelten sich Schülerinnen und Schüler aus mehr als 20 europäischen Ländern, um zusammen über spannende Projektthemen der EU zu diskutieren.

Wir hatten die Gelegenheit, in die Arbeit der EU-Abgeordneten einzutauchen, diskutierten mit Jugendlichen anderer Länder, stimmten über Vorschläge ab und stellten Fragen, die uns Pressesprecher des Europäischen Parlaments bemüht zu beantworten suchten. Nach zehn Stunden ohne Frischluft, traten wir erschöpft, aber um unschätzbare Erfahrungen reicher unter den Himmel, der es angesichts des erneut einsetzenden Regens nicht gut mit uns zu meinen schien.

Nach einer weiteren Nacht im Hotel Cap Europe, fuhren wir am Valentinstag abermals mit der Straßenbahn zum Europarat, der trotz seines Namens eine von der EU unabhängige Institution ist. Im Europarat treffen regelmäßig Abgesandte der 47 Mitgliedsstaaten zusammen, um wichtige Kernthemen der Menschenrechte zu erläutern.

Viel Zeit blieb uns für Weiteres nicht, da uns bereits um 14 Uhr der Bus vor der Pforte des Hotels erwartete. Die Zeit, die uns für Besichtigungen in Straßburg fehlte, hatten wir am Flughafen zuhauf. Weitere vier Stunden mussten überdauert werden, ehe uns ein diesmal nicht vereistes Flugzeug in die Heimat zurückbrachte.

Alles in allem war die Reise für uns sehr lehrreich. Dank der Förderungen der EU war sie zudem ungemein kostengünstig, unsere gewonnenen Eindrücke sind jedoch mit Gold nicht aufzuwiegen.

Geschrieben von Christopher Wanko und Tamara Havlicek, 4ABI.