Neues COMENIUS-Schulprojekt am ibc-: hetzendorf

Gemeinsam mit Vertretern ihrer Partnerschulen aus Bielefeld/Deutschland und Ettelbruck/Luxemburg arbeiten Kolleginnen und Kollegen des IBC-: Hetzendorf seit Beginn dieses Schuljahres an einem neu genehmigten COMENIUS-Schulprojekt zum Thema „Social Media“.

Die vielfältigen Möglichkeiten des Internets und die Nutzung sozialer Netzwerke lassen sich aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegdenken. Nach aktuellen Studien nutzen 40 Prozent der Jugendlichen regelmäßig soziale Netzwerke und das Internet. Schulen sind zu 95 Prozent mit PC und Internetzugang ausgestattet. „Wir werden nicht mehr ins Internet gehen, wir werden immer im Internet sein. Unser Leben wird durch das Internet erweitert werden, nicht ersetzt.“ (schulesocialmedia.com/2012/11/23).

Jugendliche erschließen sich die Nutzung sozialer Netzwerke häufig in privater Eigeninitiative (Freunde, Gruppen). In den Schulen sind die Nutzung von Smartphone und die Einbeziehung sozialer Netzwerke, im Unterricht i. d. R. durch die Schulordnungen untersagt. Die Realität sieht aber häufig anders aus: Schüler greifen – auch wenn es von der Schulordnung verboten ist – im Unterricht auf ihr Smartphone zurück. Lehrerinnen und Lehrer nutzen die Attraktivität der Aktualität des Mediums, um ihrem Unterricht von Zeit zu Zeit einen Schuss "Schülernähe" zu verpassen und gestatten die Nutzung.

Soziale Netzwerke bieten zweifellos Chancen. Dafür werden in diesem Projekt exemplarisch Module konzipiert und erprobt. Andererseits bieten soziale Netzwerke ebenso Raum für unsoziale Interaktionen. Virtuelle Orte, die dazu dienen, Freunde zu finden und Bekanntschaften zu schließen, sind eine Plattform für Zwist, Zorn und Feindschaft. Aus der ständigen Präsenz der virtuellen Identität folgt, dass es keine Pausen mehr von den Angriffen und Schikanen anderer gibt. Cyber-Bullying oder Cyber-Mobbing begleiten die Betroffenen über die Schule hinaus bis in alle Bereiche ihrer Privatsphäre. Digitales Mobbing kann in Einzelfällen gravierende Folgen haben.

Andererseits verhindert das absolute Verbot der Nutzung von sozialen Netzwerken in Schule und Unterricht mögliche positive Synergie -Effekte. Das alles verlangt nach Aufklärung und Aufarbeitung für Schülerinnen und Schüler und für Lehrerinnen und Lehrer. Es fehlen Unterrichtsmodule, die die Gefahren transparent machen. Andererseits müssen aber auch Beispiele positiver Integration der Nutzung sozialer Netzwerke in Schule und Unterricht dargestellt werden.

Das neue COMENIUS-Schulprojekt „Social Media – Trend 2020 - Szenario zur Nutzung sozialer Medien in der Schule im europäischen Vergleich“ will aufklärend helfen: Durch den Vergleich der aktuellen "realen" Nutzung in den verschiedenen europäischen Partnerschulen wird der Status quo ermittelt. Darauf aufbauend werden Module für Chancen und Module für die Aufklärung erarbeitet. Auf der Grundlage der schulischen Bedingungen im europäischen Vergleich und unter Berücksichtigung von Chancen und Gefahren soll darüber hinaus - mit Hilfe der Szenario-Technik - der mögliche Entwicklungstrend ausgelotet werden. Positive und negative Trends werden verglichen, in einem Trendszenario soll die mögliche Entwicklung der Nutzung sozialer Netzwerke bis zum Jahr 2020 beschrieben werden.

1. Projektmeeting EU-Projekt "Social Media" vom 07.10. bis 09.10.2013 im Rudolf Rempel Berufskolleg, Bielefeld
2. Comenius-Koordinierungssitzung des EU-Projektes "Social Media" vom 13.05. bis 16.05.2014 in Flekkefjord, Norwegen
3. Projektmeeting EU–Projekt "Social Media" vom 26.11. bis 28.11.2014 am ibc-: hetzendorf
4. Projektmeeting EU–Projekt "Social Media" vom 10.02.–13.02.2015 am Lycee Technique d`Ettelbruck, Luxemburg
5. Projektmeeting EU–Projekt Social Media vom 05.05. – 09.05.2015 am Berufskolleg Rudolf Rempel in Bielfeld/Deutschland