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IMST Projekt: Kultur- und ePortfolio: Möglichkeiten der Portfolioarbeit im Rahmen des Projekts Schreiben im Netz

Schreiben im Netz ist ein schulübergreifendes Projekt im Unterrichtsgegenstand Deutsch, das es sich zum Ziel gesetzt hat, eLearning, Portfolioarbeit und kreatives sowie praxisbezogenes Schreiben miteinander zu verbinden. Deshalb ist Schreiben im Netz auch wortwörtlich bzw. im doppelten Sinn zu verstehen. – Es wird nicht nur im Netz geschrieben, sondern es kommt auch zur Vernetzung von zwei bzw. drei Jahrgängen verschiedener Schulen über die Plattform moodle. Über Mahara, ein ePortfolio, das einer persönlichen Website ähnelt, sollen den Lernenden die Möglichkeiten und die Vielfalt von Portfolioarbeit und Portfolioinstrumenten bewusst gemacht werden.

Zu folgenden Themenschwerpunkten wird es Kursportfolios geben: Das Kursportfolio mit dem Titel "E-Mail" wird neben den Regeln der digitalen Kommunikation und deren praktischer Anwendung auch zwei literarische Werke als Pflichtlektüre zum Gegenstand haben, die Ausgangs- und Schwerpunkt sind und aus denen sich Bezüge zu aktuellen Themen wie z. B. zu dem Phänomen der Suizidforen im Internet ergeben. Die Titel der Werke sind: Igor Bauersima: norway.today, Frankfurt 2003 und Daniel Glattauer: Gut gegen Nordwind, Wien 2006.

Ein anderes Beispiel ist das Kursportfolio mit dem Titel "Schreiben im Netz", bei dem es um autobiographisches Schreiben mit konkreten Schreibanlässen geht. Es kommt hier zum Austausch der Texte (Textwanderungen) mit konstruktiver Fremdevaluation (vom Feedback zur Kritik) und zur Selbstevaluation, dem Herzstück der Portfolioarbeit. Schließlich werden die Texte in einem Forum – Text des Tages –nach dem Prozess der Reflexion und nach der Freigabe für das Forum veröffentlicht. Entscheidend sind hier die Prozesse der Reflexion und Metareflexion (Was macht einen guten Text aus? Wie gehe ich vor, um zu einem guten Text zu kommen, bzw. wie bin ich dabei vorgegangen?) und die Textgenese (Wie lange braucht es, bis ein guter Text vorliegt?). Spannend ist möglicherweise der Einblick in die Schreibprozesse der anderen!

Die eKultur-Portfolios werden zum Teil auch Sammel-Portfolios sein, das heißt, die Schüler/innen werden vermutlich ihre Korrespondenz dokumentieren und somit auch Texte anderer Schüler/innen aufnehmen, weil sie ihnen gefallen haben, insofern könnten auch kleine Anthologien entstehen.

Untenstehende Fotos wurden bei einer Lesung mit Daniel Glattauer aufgenommen...

Projektleiterin:

Dr. Claudia Kreutel