Jugendliche, die nicht wegschauen, wenn etwas passiert, sondern rasch und richtig helfen wollen. Das sind die SchülerInnen des Schulsanitätsdienstes (SSD). Sie beweisen nicht nur ihr Können in Erster Hilfe, sondern zeigen vor allem soziale Kompetenz und Verantwortung. Seit Oktober 2013 gibt es den ersten SSD des Samariterbundes im ibc-: hetzendorf.

SCHULNOTFALLNUMMERN
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Mein Name ist Albert Espino und ich bin ehrenamtlicher Mitarbeiter des Samariterbundes Wien sowie Absolvent des ibc-: hetzendorf.

Wie kam es zu dem Entschluss, einen Schulsanitätsdienst einzurichten?

Nach einem Ersthelferkurs in der Schule, sind SchülerInnen auf mich zugekommen, die gehört haben, dass es in Deutschland einen SSD gibt. Da ich bis zu dem Zeitpunkt nichts darüber gewusst habe, habe ich mich über den Sommer eingelesen und informiert und dann war klar: Ich möchte das auf jeden Fall anbieten. In Zusammenarbeit mit OSR. Mag. Dr. Gerlinde Szklarski konnte der erste Kurs auf die Beine gestellt werden. Seit Oktober 2013 läuft der Kurs sehr erfolgreich als Pilotprojekt.

Wie viele Kursteilnehmer gibt es derzeit und wie hoch ist die Kursgebühr?

Insgesamt haben bisher 28 SchülerInnen im Alter zwischen 17 und 19 Jahren am Kurs teilgenommen, die auch bis zum Ende der Matura dabei bleiben werden. Im kommenden SJ 2014/2015 haben sich bereits mehr als 20 weitere SchülerInnen dazu bereit erklärt, mich und mein Team zu unterstützen. Für die SchülerInnen fallen prinzipiell keine Kosten an, da ich für den SSD ebenfalls ehrenamtlich arbeite. Der Kurs lohnt sich auf jeden Fall, er macht sich nicht nur für zukünftige Erste-Hilfe Ausbildungen, sondern auch im Lebenslauf gut und unterstreicht die soziale Ader und den Teamgeist.

Was lernen die SchülerInnen im Kurs?

Grundstock ist der Ersthelferkurs „16 Stunden für das Leben“, der aber laufend erweitert wird. Die TeilnehmerInnen lernen ebenso die Immobilisation einer Halswirbelsäule, Blutdruckmessen, das ABCDE-Schema, die Vitalparameter und vieles mehr. Ein Mal im Monat finden Fortbildungen statt, an denen sie je nach Interesse teilnehmen können, wie etwa bei dem Kurs „Notfälle im Kindesalter“, der auch eine gute Bestätigung für Babysitter ist. Es wurde bereits eine Katastrophenübung „Xenia 2014“ durchgeführt, und somit die aller Erste ihrer Art, seit es Aufzeichnungen des Schulsanitätsdiensten in Österreich gibt. Nach 30 Kursstunden gibt es eine theoretische Prüfung und eine praktische Übung mit einem Fallbeispiel. Zum Schluss erhalten die SchülerInnen eine Urkunde, die sie als ausgebildete Schulsanitäter auszeichnet, sowie ein Zertifikat für den Ersthelferkurs, das später auch für den Führerschein gültig ist.

Wie reagieren die Lehrer darauf?

Am Anfang waren sie ein wenig skeptisch, ob das funktioniert, aber mittlerweile sind sie sehr dankbar und froh darüber, denn der SSD wird bereits in regelmäßigen Abständen gerufen. Es gab bereits die Rückmeldung, dass sie sich fragen, wie sie das ohne SSD bisher organisiert haben. Denn einerseits müssen sie sich um die Klasse kümmern, andererseits um den Notfallpatienten.

Interessenten an einer SSD-Ausbildung melden sich bitte bei: Isabella Schuster Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 0664/9637637 (Leiterin Schulsanitätsdienst);

Feedback von SchülerInnen zum SSD-Kurs

  • Mir gefällt es, anderen helfen zu können, zu lernen, was in Notsituationen zu tun ist und die Dankbarkeit, wenn wir jemandem helfen konnten.
  • Ich freue mich über das Zertifikat und das hohe Ansehen bei den anderen SchülerInnen und LehrerInnen.
  • Ich finde die Zusammenarbeit mit den anderen Schulsanitätern super. Wir sind mittlerweile gute Freunde geworden und schon fast eine Familie.

Aufgaben des Schulsanitätsdienstes

  • Erstversorgung bei Notfällen und Unfällen in der Schule.
  • Alarmierung des Rettungsdienstes bei Lebensgefahr oder schwerwiegenden Notfallsituationen.
  • Betreuung in der Schule erkrankter Personen.
  • Begleitung verletzter oder erkrankter Schüler zum Arzt oder nach Hause, sofern keine andere Bezugsperson zur Verfügung steht.
  • Sanitätsdienstliche Betreuung von Schulveranstaltungen.
  • Verwaltung des Erste-Hilfe-Materials.
  • Organisation von Erste-Hilfe-Lehrgängen und Fortbildungen in der Schule und die Assistenz bei der Durchführung dieser Lehrgänge.

UNSER TÄGLICHES MOTTO LAUTET: „DAS WOHL UNSERER MITSCHÜLERINNEN UND LEHRERINNEN LIEGT UNS AM HERZEN“

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