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In unserer Schule arbeiten täglich 1800 SchülerInnen (im Alter von 14 bis 20, abends auch bis 30 Plus) und 160 Lehrkräften. Es gibt im Haus eine langjährige Tradition und Leitlinie die beinhaltet, dass wir großen Wert auf ein positives Schulklima legen.

Im SS 2011 gab es in den ersten Jahrgängen Anlassfälle, die auf Cybermobbing schließen ließen, leider hatten wir sogar eine/n SchülerIn verloren. Dabei war auffallend, dass es in den ersten Klassen und Jahrgängen den SchülerInnen an Medienkompetenz sowie einem Rechts- bzw. Unrechtsbewusstsein im Zusammenhang mit Smartphones und Internetnutzung fehlte und eine erhöhte Gewaltbereitschaft bestand.

Daraufhin wurde ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Cybermobbing einwickelt!

SCHRITT 1

Cybermobbing – und wie gehen wir am ibc-: damit um?“ wurde daraufhin vom Team „x.und@ ibc-:“ am pädagogischen Tag im April 2011 in Zusammenarbeit mit unserem Mediatorenteam thematisiert. Danach war klar, dass wir unsere Organisation gerade auf dem Gebiet „Cybermobbing“ fitmachen müssen.

SCHRITT 2

Im September 2011 starteten im Rahmen der Schulklima Plus – Initiative die Workshops „SaferInternet 2.0“ für alle ersten Klassen und ihre Klassenvorstände: Eine Trainerin von SaferInternet gestaltet für jede erste Klasse einen zweistündigen (Klassen-) Workshop, bei dem es um folgende Kernthemen ging:

  1. Was darf man im Internet und was nicht? Welche Regeln existieren? Wo sind Grauzonen und wo beginnt Kriminalität?
  2. Was ist Cybermobbing und was kann man einerseits als Betroffene/r (Gemobbte/r) und vor allem auch als „Zuseher“ tun?
  3. An wen kann man sich in der Schule / außerhalb der Schule wenden?

Darüber hinaus wurden alle KlassenlehrerInnen über die Inhalte informiert und insbesondere die Klassenvorstände angehalten, vermehrt die Klassen auf Anlassfälle und verwandte Themen im Unterricht und in den Pausen anzusprechen.

SCHRITT 3

Im Oktober 2011 fand eine Schulung des Mittleren Managements und aller Klassenvorstände zum Thema „Stop (Cyber-)Mobbing @ ibc-:“ statt. Ziele dieser verpflichtenden Veranstaltung waren:

  1. Vorstellung der Maßnahmen und Sensibilisierung für die Problematik Cybermobbing.
  2. Vorbereitung eines Textes zur Ablehnung von (Cyber-) Mobbing im Leitbild.
  3. Entwicklung / Vorbereitung von Verhaltensvereinbarungen am ibc-: (Auch alle anderen Schulpartner mußten dies tun: SchülerInnen, Eltern und Nichtlehrerpersonal)
  4. Vorstellung von Vorgehensweisen zur Vermeidung von und bei Anlassfällen (Wer muss/kann informiert/involviert werden? Was kann ich mit der Klasse tun? No-BlameApproach, Rolle der Schulärztin, Rolle der Schulpsychologin, Anzeigepflichten, Rolle der Mediatoren, Rolle der Eltern, mögliche Interventionen, Rolle des Schülercoaches)
  5. Auftrag an alle Fachgruppen, eine Strategie zur Vermittlung von Medienkompetenz zu entwickeln.

SCHRITT 4

Im November 2011 fanden Klassenkonferenzen für alle ersten Jahrgänge statt (Thema: "Klassenklima und Beobachtungen im Zusammenhang mit Cybermobbing").

Zusätzlich sollen Peer-Mediatoren regelmäßig mindestens alle 6 Wochen in die ersten Jahrgänge kommen und mit den SchülerInnen über ihre Gefühle, Beobachtungen und Wahrnehmungen in Bezug auf das Klassenklima sprechen (Nachbesprechung im Mediatorenteam).

November 2011: Schulung der Klassensprecher durch die Coaches der Peer-Mediatoren an der Schule.

Fachgruppen hatten das Thema in eigenen Konferenzen bis Juni 2012 aufzugreifen und zu bearbeiten (Ziel: Strategie zur Vermittlung von Medienkompetenz) und Strategien implementieren).

SCHRITT 5

  • Beschluss der neuen Verhaltensvereinbarung (abgestimmt von allen Schulpartnern).
  • Beschluss der Aufnahme eines Anti-Mobbing-Statements im Leitbild.
  • Reflexion der Medienkompetenz-Strategien und Anpassungsmaßnahmen.
  • Reflexion der Anti-Mobbing-Strategie und Anpassungsmaßnahmen.

Ziel/e des Projekts

  • Entwicklung eines Maßnahmenpaketes zur Verbesserung des Schulklimas am ibc-: hetzendorf.
  • Schulung aller LehrerInnen und des Nicht-LehrerInnenpersonals zum Thema Mobbing/Cybermobbing.
  • Information und Sensibilisierung aller SchülerInnen über das Thema Cybermobbing.
  • Entwicklung von Verhaltensvereinbarungen für die Tagesschule (insbesondere für das Verhalten bei Cybermobbing und die richtige Handynutzung).

Zielgruppe/n

  • Alle SchülerInnen des ibc-: hetzendorf.
  • Alle LehrerInnen des ibc-: hetzendorf.
  • Alle Eltern.
  • Das gesamte Nicht-LehrerInnenpersonal.
  • Die Schulleitung.
  • Die KlassenvorständInnen.
  • Die FachgruppenleiterInnen.

Erfolge und Besonderes

Der Sensibilisierungsprozess hat bereits eingesetzt und es gab weniger Probleme in den ersten Klassen in Bezug auf Cybermobbing. Zurückzuführen ist dies sicherlich auch auf eine andere Haltung der KlassenlehrerInnen und auf die Verbesserung der Feedbackkultur durch die gezielte Schulung der KlassenvorständInnen und der LehrerInnen. Durch den Einsatz der Peer-MediatorInnen können die SchülerInnen der ersten Klassen in Klassenratssitzungen ihre Gefühle und Befindlichkeiten in der Klasse ansprechen und Missstände gemeinsam klären und Lösungen finden. Diese Maßnahme wirkt präventiv. Bei der Entwicklung der Verhaltensvereinbarungen wirkten alle SchülerInnen im Haus mit. Die KlassensprecherInnen sind in den Prozess sehr stark eingebunden und erhalten eine eigene Einschulung und Sensibilisierung zum Thema Mobbing. Das Besondere an diesem Projekt ist, dass alle Schulpartner bis hin zum Sekretariat, den Schulwarten, der Administration, den Eltern, ... einfach alle am Schulalltag Beteiligten über das Thema Cyber-/Mobbing informiert wurden und Verhaltensmaßnahmen definiert haben.

Zeitrahmen

  • Beginn - April 2011 Pädagogische Konferenz.
  • Ende - Juni 2012 Beschluss der Verhaltensvereinbarungen im SGA.

Partner

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit aller Schulpartner. Bei der Entwicklung der Verhaltensvereinbarungen hat der SGA, DA und die Qualitätsmanagementbeauftragten am ibc-: zusammengearbeitet.

Evaluierung im November 2012

Das Projekt wird evaluiert und zwar durch die Schulmarketinggruppe per schoolpark.